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Verpflichtungen zu Hause

Bei der Planung und Organisation einer Weltreise gilt es nicht nur, die Route zu planen und Kosten zu kalkulieren. Auch zu Hause gibt es einiges, das vor der Abreise geregelt werden muss.

1. Wohnung / Haus

Was soll mit Wohnung/WG-Zimmer/Haus während der Reise passieren? Es gibt drei Möglichkeiten:

1a. Mietvertrag kündigen

Vorteil: Du hast unterwegs keinerlei Verpflichtungen und musst dich um nichts kümmern.

Nachteil: Du musst deine Sachen irgendwo einlagern und hast, wenn du zurückkommst, erst einmal kein Zuhause. Denn sich von weit weg eine Wohnung zu organisieren, ist meistens schwierig.

1b. Wohnung/Haus verkaufen

Vorteile und Nachteile ähnlich wie beim Mietverhältnis. Eine Immobilie neu zu erwerben, ist jedoch wesentlich aufwendiger, als der Abschluss eines neuen Mietvertrags. Daher sollte man sich sehr gut überlegen, ob man diesen Schritt gehen will für eine zeitlich begrenzte Reise. Wenn man sich in seinem Eigentum generell wohlfühlt, ist die temporäre Untervermietung meist der sinnvollere Schritt.

2. Untervermieten

Vorteil: Wenn du die Untervermietung gut timst, hast du nach Ankunft in der Heimat gleich wieder ein Zuhause. Mindestens sollte die Vermietung kostendeckend sein, im Idealfall machst du sogar ein bisschen Gewinn. Das kann der Reisekasse sicherlich nicht schaden ;).

Nachteil: Du musst deinem Untervermieter vertrauen, dass dieser dein Zuhause ordentlich behandelt. Du brauchst außerdem einen Ansprechpartner vor Ort, der sich bei Problemen kümmern kann oder mal nach dem Rechten sieht.

Bei Eigentumswohnungen/Häusern gibt es auch Agenturen, die sich um die Untervermietung kümmern können. Das kostet zwar ein paar Euro, erspart dir aber auch eine Menge Arbeit. Und gibt Sicherheit.

3. Status Quo beibehalten: Ohne Mietvertragskündigung, Verkauf oder Untervermietung, brauchst du jemanden, der sich um dein Zuhause kümmert. Dazu gehören Dinge wie Blumen gießen, Post, Lüften, Heizen, Kontaktperson für Nachbarn/Verwaltung/Vermieter, etc.

Großer Nachteil: Alle Kosten laufen weiter und schlagen voll zu Buche beim Reisebudget.

Erlaubnis einholen

Wohnst du selbst zur Miete, musst du bei Untervermietung eine Erlaubnis vom Eigentümer einholen. Bei WG-Zimmern natürlich vom Hauptmieter der Wohnung.

5. Sonstige Verpflichtungen

Außer der Versicherungen und Vereinsmitgliedschaften hast du vielleicht noch weitere Verträge, die du kündigen kannst, um Kosten zu reduzieren. Hier kommen Handy-, Internet- und TV-Verträge oder auch Zeitschriften-Abos infrage.

Nicht vergessen, hier so rechtzeitig wie möglich die Kündigungsfristen zu ermitteln, denn das kann zum Teil ein Jahr im Voraus nötig sein. Solltest du die Frist verpasst haben, kannst du eventuell gegen Vorlage des Flugtickets auch frühzeitig aus dem Vertrag herauskommen.

Post-Tipp

Hast du niemanden, der Post entgegennehmen kann, gibt es Dienste dafür. Sie scannen die Post auch gleich für dich ein, sodass du sie online einsehen kannst, z.B. bei digitalkasten.de.

2. Abmeldung

Ob du dich aus deinem Heimatland komplett abmelden willst, solltest du dir vorher gründlich überlegen. Für die Reiseversicherungen brauchst du z.B. in der Regel eine Anschrift im Heimatland. Denn die Abbruchversicherung oder Auslandskrankenversicherung muss wissen, wohin sie dich im Fall der Fälle zurücktransportieren kann. Da gilt im Normalfall die Adresse, die du bei Abschluss der Versicherung angegeben hast.

Deine aktuelle Meldeadresse benutzen Verwaltungsorgane wie Polizei und Finanzamt, um dir gerichtliche und behördliche Post zuzustellen. Meldest du dich nicht ab, ist es super wichtig, dass hier jemand die Post entgegennimmt und öffnen darf (Vollmacht!). Denn das Amt geht davon aus, dass du dort erreichbar bist. Und bei versäumten Fristen kann es Ärger geben.

Hast du dich dagegen abgemeldet, hast du diese Probleme nicht. Dafür kannst du aber z.B. viele Verträge mit Versicherungen nicht mehr weiterlaufen lassen und nur schwer ein deutsches Bankkonto eröffnen/weiterführen. Auch der Anspruch auf Sozialleistungen kann nach deiner Rückkehr in die Heimat stark begrenzt oder teilweise nicht mehr vorhanden sein.

Bei vorübergehenden Auslandsaufenthalten rechnet sich der Aufwand einer Abmeldung und die damit verbundenen Nachteile daher eigentlich nicht. Wichtig ist aber, dass behördliche Post jemanden erreicht und von diesem geöffnet werden darf.

Man sollte auch bedenken, dass die Neubeantragung eines Reisepasses schwierig werden kann, ist man aus seinem Heimatland abgemeldet. In der Regel bedeutet es erhöhte Gebühren und einen erhöhten behördlichen Aufwand.

3. Versicherungen

Aktuelle Versicherungsverträge gehören ebenfalls zu den Verpflichtungen zu Hause und sollten von dir gründlich geprüft werden. Welche davon brauchst du auch während der Reise und welche könntest du kündigen und später neu abschließen? Einige, z.B. Krankenversicherungen und private Rentenversicherungen, solltest du auf keinen Fall leichtfertig kündigen. Denn manchmal kommst du nach der Rückkehr von deiner Weltreise nicht mehr ohne Gesundheitsprüfung wieder hinein.

Sinnvoller ist es zu klären, ob die Versicherungen auf „Anwartschaft“ oder „beitragsfrei“ gestellt werden können. Bei Anwartschaften zahlst du einen geringen monatlichen Beitrag, der dir den problemlosen Wiedereinstieg sichert. So kannst du ein paar Euro einsparen, ohne ein Risiko einzugehen.

4. Vereinsmitgliedschaften

Sportverein, Fitnessstudio, Chor, Orchester, etc. Prüfe, wann hier die Kündigungsfristen sind, damit du nicht während deiner Abwesenheit die Beiträge weiterhin zahlen musst. Häufig kommt man unter Vorlage der Flugtickets auch außerhalb der regulären Kündigungsfristen aus Verträgen raus und hat die Anzahl der Verpflichtungen zu Hause weiter reduziert.

Paradebeispiele für außerordentliche Kündigungen sind Fitnessstudios. Verpflichtet sind Vereine hierzu aber nicht. Daher sollte man nicht pauschal davon ausgehen, dass die Reise überall als Kündigungsgrund anerkannt wird.

6. Post

Kläre, was während deiner Abwesenheit mit deiner Post passieren soll. Am einfachsten ist es, sie per Nachsendeantrag an eine Person deines Vertrauens senden zu lassen. Diese kann die Post im Zweifelsfall auch öffnen und bearbeiten (z.B. an dich senden, Rechnungen überweisen etc.). Wichtig ist, dass du diese Person mit Vollmacht und Perso-Kopie ausstattest, damit sie auch Einschreiben für dich abholen oder entgegennehmen darf. Nach diesem Schritt solltest du die meisten Verpflichtungen zu Hause geregelt haben.

1. Wohnung / Haus

Was soll mit Wohnung/WG-Zimmer/Haus während der Reise passieren? Es gibt drei Möglichkeiten:

1a. Mietvertrag kündigen

Vorteil: Du hast unterwegs keinerlei Verpflichtungen und musst dich um nichts kümmern.

Nachteil: Du musst deine Sachen irgendwo einlagern und hast, wenn du zurückkommst, erst einmal kein Zuhause. Denn sich von weit weg eine Wohnung zu organisieren, ist meistens schwierig.

1b. Wohnung/Haus verkaufen

Vorteile und Nachteile ähnlich wie beim Mietverhältnis. Eine Immobilie neu zu erwerben, ist jedoch wesentlich aufwendiger, als der Abschluss eines neuen Mietvertrags. Daher sollte man sich sehr gut überlegen, ob man diesen Schritt gehen will für eine zeitlich begrenzte Reise. Wenn man sich in seinem Eigentum generell wohlfühlt, ist die temporäre Untervermietung meist der sinnvollere Schritt.

2. Untervermieten

Vorteil: Wenn du die Untervermietung gut timst, hast du nach Ankunft in der Heimat gleich wieder ein Zuhause. Mindestens sollte die Vermietung kostendeckend sein, im Idealfall machst du sogar ein bisschen Gewinn. Das kann der Reisekasse sicherlich nicht schaden ;).

Nachteil: Du musst deinem Untervermieter vertrauen, dass dieser dein Zuhause ordentlich behandelt. Du brauchst außerdem einen Ansprechpartner vor Ort, der sich bei Problemen kümmern kann oder mal nach dem Rechten sieht.

Bei Eigentumswohnungen/Häusern gibt es auch Agenturen, die sich um die Untervermietung kümmern können. Das kostet zwar ein paar Euro, erspart dir aber auch eine Menge Arbeit. Und gibt Sicherheit.

3. Status Quo beibehalten: Ohne Mietvertragskündigung, Verkauf oder Untervermietung, brauchst du jemanden, der sich um dein Zuhause kümmert. Dazu gehören Dinge wie Blumen gießen, Post, Lüften, Heizen, Kontaktperson für Nachbarn/Verwaltung/Vermieter, etc.

Großer Nachteil: Alle Kosten laufen weiter und schlagen voll zu Buche beim Reisebudget.

Erlaubnis einholen

Wohnst du selbst zur Miete, musst du bei Untervermietung eine Erlaubnis vom Eigentümer einholen. Bei WG-Zimmern natürlich vom Hauptmieter der Wohnung.

2. Abmeldung

Ob du dich aus deinem Heimatland komplett abmelden willst, solltest du dir vorher gründlich überlegen. Für die Reiseversicherungen brauchst du z.B. in der Regel eine Anschrift im Heimatland. Denn die Abbruchversicherung oder Auslandskrankenversicherung muss wissen, wohin sie dich im Fall der Fälle zurücktransportieren kann. Da gilt im Normalfall die Adresse, die du bei Abschluss der Versicherung angegeben hast.

Deine aktuelle Meldeadresse benutzen Verwaltungsorgane wie Polizei und Finanzamt, um dir gerichtliche und behördliche Post zuzustellen. Meldest du dich nicht ab, ist es super wichtig, dass hier jemand die Post entgegennimmt und öffnen darf (Vollmacht!). Denn das Amt geht davon aus, dass du dort erreichbar bist. Und bei versäumten Fristen kann es Ärger geben.

Hast du dich dagegen abgemeldet, hast du diese Probleme nicht. Dafür kannst du aber z.B. viele Verträge mit Versicherungen nicht mehr weiterlaufen lassen und nur schwer ein deutsches Bankkonto eröffnen/weiterführen. Auch der Anspruch auf Sozialleistungen kann nach deiner Rückkehr in die Heimat stark begrenzt oder teilweise nicht mehr vorhanden sein.

Bei vorübergehenden Auslandsaufenthalten rechnet sich der Aufwand einer Abmeldung und die damit verbundenen Nachteile daher eigentlich nicht. Wichtig ist aber, dass behördliche Post jemanden erreicht und von diesem geöffnet werden darf.

Man sollte auch bedenken, dass die Neubeantragung eines Reisepasses schwierig werden kann, ist man aus seinem Heimatland abgemeldet. In der Regel bedeutet es erhöhte Gebühren und einen erhöhten behördlichen Aufwand.

3. Versicherungen

Aktuelle Versicherungsverträge gehören ebenfalls zu den Verpflichtungen zu Hause und sollten von dir gründlich geprüft werden. Welche davon brauchst du auch während der Reise und welche könntest du kündigen und später neu abschließen? Einige, z.B. Krankenversicherungen und private Rentenversicherungen, solltest du auf keinen Fall leichtfertig kündigen. Denn manchmal kommst du nach der Rückkehr von deiner Weltreise nicht mehr ohne Gesundheitsprüfung wieder hinein.

Sinnvoller ist es zu klären, ob die Versicherungen auf „Anwartschaft“ oder „beitragsfrei“ gestellt werden können. Bei Anwartschaften zahlst du einen geringen monatlichen Beitrag, der dir den problemlosen Wiedereinstieg sichert. So kannst du ein paar Euro einsparen, ohne ein Risiko einzugehen.

4. Vereins-
mitgliedschaften

Sportverein, Fitnessstudio, Chor, Orchester, etc. Prüfe, wann hier die Kündigungsfristen sind, damit du nicht während deiner Abwesenheit die Beiträge weiterhin zahlen musst. Häufig kommt man unter Vorlage der Flugtickets auch außerhalb der regulären Kündigungsfristen aus Verträgen raus und hat die Anzahl der Verpflichtungen zu Hause weiter reduziert.

Paradebeispiele für außerordentliche Kündigungen sind Fitnessstudios. Verpflichtet sind Vereine hierzu aber nicht. Daher sollte man nicht pauschal davon ausgehen, dass die Reise überall als Kündigungsgrund anerkannt wird.

5. Sonstige Verpflichtungen

Außer der Versicherungen und Vereinsmitgliedschaften hast du vielleicht noch weitere Verträge, die du kündigen kannst, um Kosten zu reduzieren. Hier kommen Handy-, Internet- und TV-Verträge oder auch Zeitschriften-Abos infrage.

Nicht vergessen, hier so rechtzeitig wie möglich die Kündigungsfristen zu ermitteln, denn das kann zum Teil ein Jahr im Voraus nötig sein. Solltest du die Frist verpasst haben, kannst du eventuell gegen Vorlage des Flugtickets auch frühzeitig aus dem Vertrag herauskommen.

6. Post

Kläre, was während deiner Abwesenheit mit deiner Post passieren soll. Am einfachsten ist es, sie per Nachsendeantrag an eine Person deines Vertrauens senden zu lassen. Diese kann die Post im Zweifelsfall auch öffnen und bearbeiten (z.B. an dich senden, Rechnungen überweisen etc.). Wichtig ist, dass du diese Person mit Vollmacht und Perso-Kopie ausstattest, damit sie auch Einschreiben für dich abholen oder entgegennehmen darf. Nach diesem Schritt solltest du die meisten Verpflichtungen zu Hause geregelt haben.

Post-Tipp

Hast du niemanden, der Post entgegennehmen kann, gibt es Dienste dafür. Sie scannen die Post auch gleich für dich ein, sodass du sie online einsehen kannst, z.B. bei digitalkasten.de.

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